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Exkursion - Wasser Boden Energie - WiSe 2018 / 2019

[19|12|2018]

Angehende Absolventinnen und Absolventen der Hochschule München besuchten in einer zweitägigen Exkursion neben dem Sylvensteinspeicher und dem Walchenseekraftwerk auch den Gepatsch-Speicher und die sich im Bau befindende Wasserkraftanlage der Gemeinschaftskraftwerke Inn (GKI) in Österreich. Die Exkursion bot den Studierenden praxisnahe Einblicke in bedeutende und aktuelle Projekte aus den Fachbereichen Wasserbau, Tunnelbau und Wasserkraft.

 

„Bausektor sucht gut ausgebildete Ingenieure m/w“. Studierende der Fakultät 02, Bauingenieurwesen, eignen sich während ihres Studiums wichtige interdisziplinäre praxisnahe Kenntnisse an, um gemeinsam mit ihren zukünftigen Arbeitgebern anspruchsvolle Infrastrukturprojekte planen und umzusetzen zu können.

Ergänzend zu den laufenden Lehrveranstaltungen besichtigten die Studierenden im Rahmen einer zweitägigen Fachexkursion gemeinsam mit ihren Professoren Prof. Dr.-Ing. Ackermann und Prof. Dr.-Ing. Kellner imposante Infrastrukturmaßnahmen aus den Bereichen Wasserbau, Tunnelbau und Wasserkraft.

 

Wasserbau

 

Bild2 Der Sylvensteinspeicher bietet seit vielen Jahrzehnten u. a. München Schutz vor Hochwasser und dient gleichzeitig sowohl der Niedrigwasseraufhöhung als auch der Stromerzeugung. Über die Jahre hinweg hat sich der Sylvensteinspeicher darüber hinaus immer mehr zu einem beliebten Naherholungsgebiet entwickelt.

 

 

 

 

Bild3 Der Damm und die technischen Einrichtungen wurden vor einigen Jahren umfangreich modernisiert und saniert. Nach einer sehr interessanten Einführung in die Projekte besichtigten die Studierenden den neuen, mittels TBM aufgefahrenen Kontrollgang unter dem Damm. Vor Ort konnten sich die Studierenden die aus den Vorlesungen bereits bekannten Einrichtungen zur Überwachung von Sickerströmungen und Verformungen anschauen.

 

Tunnelbau

 

Ebenfalls am Sylvensteinspeicher wurde neben dem fertigen, mit Tübbingen ausgekleideten Tunnel auch ein Tunnel mit Spritzbetonschale besichtigt.

 

Bild4 Packend waren auch die alten Tunnelsysteme am Gepatsch-Speicher im Kaunertal in Österreich. In engen Gängen ging es tief in den Dammkörper hinein. Auch hier wurden die Einrichtungen zur Überwachung der Dammsicherheit von den Studierenden genau inspiziert.

 

 

 

 

 

Bild5 Für alle beeindruckend war anschließend noch die Besichtigung einer Anlage zur Fertigung von Tübbingen für den Triebwassertunnel der Wasserkraftanlage der GKI. In unmittelbarer Nähe zum Hauptzugang zum Tunnel werden in einer großen Halle im Zweischicht - Betrieb Tübbinge bewehrt, betoniert, nachbehandelt und zwischengelagert

 

Wasserkraft

 

Bild6 Auftakt zum Thema Wasserkraft bildete die Kleinwasserkraftanlage am Sylvensteinspeicher. Die Anlage dient vorranging der präzisen Regulierung der Niedrigwasseraufhöhung, womit den Studierenden anschaulich vor Augen geführt wurde, dass Wasserkraft in der Regel neben der reinen Stromerzeugung gleich mehrfache Nutzen bedient.

 

 

 

Bild7 Besonders interessant war anschließend die Besichtigung des Wasserschlosses des Walchenseekraftwerks. Das Wasserschloss ist zwar nicht bewohnbar, aber von entscheidender Bedeutung für den sicheren Betrieb der Wasserkraftanlage, da es extremen Druckschwankungen in der Triebwasserleitung vorbeugt.

 

 

 

 

 

 

 

Bild8

Abgerundet wurde die Exkursion durch einen ausgedehnten Rundgang durch das bereits fertiggestellte und noch nicht in Betrieb genommene Krafthaus der GKI. Besonderes Highlight war das freitragende Hosenrohr (s. Foto) in dem dass Triebwasser aus der Druckrohrleitung auf die Turbinen aufteteilt wird.

 

 

 

 

 

Mit der Besichtigung dieses sehr modernen Kraftwerks schloss die Exkursion, die mit einem der ältesten Kraftwerke in Deutschlad, dem Walchenseekraftwerk, begonnen hatte.

Die Exkursionsgruppe bedankt sich ganz herzlich bei Hr. Dr.-Ing. Lang des Wasserwirtschaftsamts Weilheim, Hr. Reumschüssel der Uniper Kraftwerke GmbH, Hr. Dr.-Ing. Perzlmaier der TIWAG AG sowie Hr. Winkler der GKI für die sehr informativen Erläuterungen vor Ort.