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Exkurs zur Ausgrabungsstätte Megara Hyblaea in Sizilien (Interdisziplinäres Projekt Stahlbau)

[08|11|2017]

Im Rahmen des Interdisziplinären Stahlbauprojektes bilden sich Gruppen aus Architekten und Bauingenieuren, die gemeinsam an einem Entwurf für ein Objekt arbeiten und diesen abschließend als Team präsentieren.

 

megara Bei dem diesjährigen Objekt handelt es sich um die Ausgrabungsstätte Megara Hyblaea, gelegen an der südöstlichen Küste Siziliens.

Die Siedlung wurde 729 v. Chr. von griechischen Einwanderern gegründet, zeitgleich mit der südlicher gelegenen Stadt Syrakus und entwickelte sich schnell zu einem florierenden Zentrum des Seehandels.

483 v. Chr. wurde die Stadt erstmals von Gelon (Tyrann von Syrakus) zerstört und nach einem Wiederaufbau 213 v. Chr. endgültig von den Römern zerschlagen. 1949 begann die systematische Ausgrabung der Siedlung, parallel zum Entstehen großer Industrieparks, welche die Umgebung optisch stark beeinträchtigen. Die Ausgrabungen wurden zwar zwischenzeitlich eingestellt,es besteht jedoch der Wunsch diese in naher Zukunft wiederaufzunehmen.

 

Vom 25. bis 28.10.17 fand die Exkursion unter der Leitung von Prof. Schuler auf Seiten der Bauingenieure sowie Prof. Botti und Prof. Langenberg auf Seiten der Architekten statt. Das interdisziplinäre Projekt hat als Ziel, die Ausgrabungsstätte Megara Hyblaea in Sizilien mit einer Schutzdachkonstruktion zu versehen und die bereits existierenden Bauten, wie Museum und Lagerstätten, zu überarbeiten. Im Allgemeinen soll eine Aufwertung der Ausgrabungsstätte als touristisches Ziel, sowie eine Erleichterung weiterführender Ausgrabungsarbeiten, im Fokus stehen.

 

megara1 Im Rahmen der Exkursion besichtigten die Studenten die Ausgrabungsstätte, um sich einen eigenen Eindruck über den Zustand, sowie über die mangelhafte verkehrstechnische Anbindung zu verschaffen; aber auch um zu sehen, in welchem Maße benachbarte Industrieanlagen das Gebiet dominieren und eventuell optisch beeinträchtigen.

Zusätzlich gab es eine kurze Führung durch die bestehende Museumsanlage. Dies war vor allem wichtig, um feststellen zu können in welchem Zustand sich die Museumsanlage befindet und wie mögliche Sanierungskonzepte oder neue Nutzungsmöglichkeiten der Gebäude aussehen könnten. Auch war es für die Ingenieure wichtig herauszufinden, wo es auf dem Ausgrabungsgelände Möglichkeiten für das Positionieren von Fundamenten gibt und wo Ankerpunkte für Abspannungen geplant werden können. Bei archäologischen Grabungsstätten ist höchste Vorsicht bei eventuellen Eingriffen geboten, um keine Archäologischen Funde zu zerstören.

 

megara_sammlung

Des Weiteren stand ein Besuch des neuen Archäologischen Museums in Syrakus auf dem Plan in welchem momentan eine Vielzahl der in Megara Hyblaea gefundenen Exponate ausgestellt wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurzum – der Projektstart war ein voller Erfolg und die Teambildung zwischen Jungarchitekten und Jungingenieuren verlief reibungslos und zur Zufriedenheit aller Beteiligten.

 

Wir freuen uns auf ein spannendes Projekt.

 

Exkursionsbericht als PDF